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Samstag, 21. Juni 2014

Runde ... um Runde ... um Runde ...

Ich muss gestehen, ich war ja schon aufgeregt. So eine Leistungsdiagnostik hat man ja nicht alle Tage - und vor allem hat man die eigene Fitness danach schwarz auf weiß und kann sich selbst nichts mehr vormachen...

Auf geht's


Der Wecker läutete also um 5 Uhr, noch schnell ein leichtes Frühstück, dann rein in den Zug Richtung Südstadt. Dort wartete schon die Sportwissenschaftlerin - zuerst noch ein Piekser ins Ohr, Brustgurt umschnallen, einlaufen - und los geht's mit der Analyse.

Im Vorfeld mussten wir einen Fragebogen ausfüllen, wie schnell, wie weit und in welcher Pulsfrequenz wir normalerweise laufen. Auf Basis dessen wurde die Geschwindigkeit für die erste Runde ausgewählt. Das war mal nicht so berauschend, gestartet bin ich mit einer Pace von 10 min/km. Das war noch recht gemütlich und der Puls hielt sich auch noch gut in Grenzen. 

high speed ... oder so ...


Dann wurde die Pace immer schneller - 9 min/km, 7:30 min/km auf jeweils 1,2 km. Bei 6:30 min/km über drei Laufbahnrunden hab ich dann schon ordentlich geschnauft. Der Plafond war aber noch nicht erreicht - auf einer Skala von 1-10 war ich wohl bei 8,5. Also... noch eine Runde mit 6:10 min/km. Dann war der Puls bei 195, das Gesicht rot und ich so richtig außer Atem. Da war meine anaerobe Schwelle definitiv gut zu erkennen, wie man mir hier wohl auch ansieht ;-)

Unser Running-Coach hat die Leistungsdiagnostik natürlich überwacht - er konnte es sich allerdings am Rand der Laufbahn in der Sonne gemütlich machen...
Ich muss sagen, ich bin recht zufrieden mit mir. Dafür, dass meine Workouts in der Regel über 5 km gehen und ich danach recht ko bin, sind mir die Runden in am Schluss für mich ziemlich hohem Tempo sehr leicht gefallen. Die Leistungsdiagnostik war auch gleichzeitig ein recht intensives (aber auch sehr kurzweiliges) Training - das hab ich auch in den Oberschenkeln gemerkt ;-) Alles in allem war es eine super Erfahrung!


Jetzt heißt es abwarten, bis die Ergebnisse da sind und der Trainingsplan vom Running-Coach erstellt ist. Inzwischen werde ich meine 5 km-Runde wohl noch ein paar Mal laufen...

Bis bald,
Berni


Freitag, 20. Juni 2014

Ein richtungsweisender Blutstropfen

Du trainierst regelmäßig und konsequent, aber der erhoffte Erfolg will sich einfach nicht einstellen? Du wirst einfach nicht schneller, fitter oder verlierst nicht so viel Gewicht wie gewünscht?

Dieses Problem kennen viele Läufer. Ein wesentlicher Grund dafür kann sein, dass du in einem für dich nicht optimalen Geschwindigkeitsbereich trainierst.
Um exakt herauszufinden mit welcher Geschwindigkeit du laufen sollst, um Fett zu verbrennen oder um deine 10 KM Wettkampfleistung zu verbessern, ist eine Leistungsdiagnostik die erste Wahl. 

Eine Leistungsdiagnostik ist somit der perfekte Startpunkt für ein gezieltes Lauftraining!

Das Ziel einer Leistungsdiagnostik ist es, deine aerobe und anaerobe Schwelle zu ermitteln, damit du exakt in den für dich optimalen Geschwindigkeitsbereichen trainierst. 
Das kann mittels der Laktatkonzentration in deinem Blut bestimmt werden. Laktat ist ein Abbauprodukt der Stoffwechselprozesse, je höher die Laktatkonzentration, umso weniger Sauerstoff war im Stoffwechsel beteiligt. Je weniger Sauerstoff den Muskeln zugeführt werden kann, umso weniger Fett wird verbrannt und umso mehr Kohlehydrate werden verbraucht. 
Bis zu einer Laktatkonzentration von 2 mmol/Liter Blut spricht man von Werten unter der aeroben Schwelle. Bei 4mmol Laktat liegt die anaerobe Schwelle.

Doch wie sieht der konkrete Ablauf einer Leistungsdiagnostik aus?
Du läufst auf einer vermessenen Strecke, im Idealfall auf einer Laufbahn, 1600- bis 2000-Meter-Abschnitte. Dein lockeres Anfangstempo stimmst du zuerst mit der durchführenden SportwissenschaftlerIn ab. Hier werden dein aktueller Trainingszustand und deine Selbsteinschätzung in Betracht gezogen. Hast du den Streckenabschnitt erledigt, gibst du der SportwissenschaftlerIn deine auf der Pulsuhr ersichtliche Herzfrequenz bekannt. Danach wir dir aus deinem Ohrläppchen ein Tropfen Blut entnommen. Keine Angst das tut nicht weh! 

    


Nach wenigen Minuten startest du mit etwas höherer Geschwindigkeit in den nächste Laufabschnitt. Dieses Prozedere wiederholt sich so lange, bis die SportwissenschaftlerIn überzeugt ist, dass in der Auswertung deiner Werte die 2 mmol und 4 mmol Schwelle gut dargestellt werden kann.

Was erhältst du nach der Auswertung deiner Leistungsdiagnostik?
Du bekommst exakte Herzfrequenzwerte und Geschwindigkeitswerte nach denen du dein Training ausrichten sollst. Du kannst dann sicher sein, dass du bei den jeweilig vorgegebenen Pulswerten Fett verbrennst bzw. deine Grundlagenausdauer verbesserst. Du bekommst aber auch Pulswerte bei denen du schnelle Dauerläufe oder Intervalltraining absolvieren sollst um schneller zu werden.

Dein Erfolg wird somit planbar! Der nächste Schritt nach einer Leistungsdiagnostik ist dann, dass du dir auf Basis deiner Testergebnisse einen professionellen Trainingsplan erstellen lässt.

Aber mehr dazu, ein anderes Mal! Zuerst warten wir gespannt auf die Ergebnisse der Leistungsdiagnostik von Berni und Wolfi!

Dein Running-Coach, Michael Buchleitner