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Mittwoch, 4. Mai 2016

Der Laufschuh-Guide



Der Frühling ist da! Man sieht es durch die blühende, grüne Natur. Es gibt wohl kaum eine schönere Zeit im Jahresverlauf als jetzt, um sich an der frischen Luft zu bewegen und an der Natur zu erfreuen. Das wechselhafte Wetter verdirbt zwar momentan ein wenig die Lust, doch man kann es auch dazu nutzen, sich neues Equipment für die hoffentlich bald wärmeren und sonnigeren Laufwochen anzuschaffen.
 
Wir haben uns beim Fachmann erkundigt, was es auf dem Laufschuhmarkt so Neues gibt: Schuhexperten Alfred Darabos, Verkaufsleiter beim neu eröffneten „RunInc. Store“ in Wien 1010.

Die Klassiker
Es gibt eine Fülle von „Klassikern“ unten den Laufschuhmodellen diverser Marken. ASICS hat seine Traditionsmodelle wie „Kayano“ oder „Nimbus“, Nike den „Pegasus“ mit mehr als 30jähriger Tradition – und die Trailrunning-Marke Salomon den „Speedcross“. Für viele LäuferInnen heißt es daher ohnehin bei einer Neuanschaffung: „Bitte den Nachfolger, der Schuh war super.“

Worauf es ankommt
Bei den meisten LäuferInnen macht es durchaus Sinn, sich ohne große Umschweife das Nachfolgemodell auszusuchen – frei nach dem Motto „never change a running system“. Dass es nur darauf ankommt, dass dein Schuh dir die pure Freude beim Laufen ermöglicht, weiß Alfred nur zu gut: „Er muss sich natürlich gut anfühlen, ohne Druckstellen und einem schon beim Hineinschlupfen das Gefühl vermitteln, dass der Schuh passt.“ 
Ein Qualitätsmerkmal neben der Passform ist auch die Anzahl der Kilometer und Jahre, die ein Laufschuh seine ursprünglichen Grundeigenschaften behalten kann. Die meisten Laufschuhe halten in etwa 800 - 1.000 km, wobei es darauf ankommt, wie oft und auf welchem Untergrund gelaufen wird. Alfred fügt hinzu: „Beim Laufschuh ist es wie beim Menschen, er braucht Regeneration; also Abstand zwischen seinen Einsätzen, damit die Dämpfungseigenschaften erhalten bleiben.“

Die verschiedenen Einsatzbereiche
Neben den kurz erwähnten Klassikern gibt es heutzutage eine vielfältige Auswahl an Laufschuhen für wirklich jeden Untergrund und Lauftyp. Laufschuhe lassen sich heute in vier Bereich gliedern, wobei deren Unterteilung gemäß Einsatzgebiet und Laufgeschwindigkeit erfolgt. Beim RunInc. Store wird beispielsweise in „Comfort“, „Natural“, „Speed“ und „Trail“ unterschieden. 
Unter Comfort fallen alle Schuhe, die für den klassischen Dauerlauf hergenommen werden. Die Schuhe sind entweder „neutral“ oder „gestützt“, um eine so genannte Pronation im Sprunggelenk (Nachinnenknicken bei der Abrollbewegung) auszugleichen. „Früher brauchte fast jeder Läufer einen gestützten Schuh, heute geht der Trend klar zu neutralen Schuhen“, weiß Alfred. 
Bei Natural geht es um Schuhe mit einer geringen „Sprengung“ (Höhendifferenz zwischen Ferse und Zehe im Schuh) und darum, aufgrund ihrer Bauart dem Barfußlaufen, das als natürlichstes Laufen gilt, sehr nahe zu kommen. 
Laufschuhe aus dem Speed-Sektor sind in ihrer Ausführung meist sehr leicht und mitunter minimalistisch gehalten. Es geht hierbei darum, gerade noch so viel Schuh wie nötig am Fuß zu haben, um auf Straße oder Bahn seine Bestzeiten attackieren zu können. 
Trailrunning gehört sicherlich zu dem Sektor, der in jüngster Vergangenheit am stärksten geboomt hat, was vor allem daran liegt, dass das Laufen im Gelände sehr vielfältig sein kann. Trail-Schuhe sind sehr stabil, zeichnen sich durch guten Halt (vor allem im Fersenbereich) aus und sind vom Sohlenaufbau und Abrollverhalten der Unwegsamkeit des Geländes angepasst.

Neue Trends
2016 ist aufgrund des Laufsport-Booms ein Jahr voller Innovationen und neuer Produkte. ASICS brachte beispielsweise den „Metarun“ heraus. Ein Schuh um stolze 250€, der jedoch mit gleich mehreren neuen Patenten neue Maßstäbe setzen soll. Gleichzeitig steht der „FuzeX“ (ebenfalls von ASICS) für die Verbindung von Laufschuh und Lifestyle, ist er doch vor allem optisch sehr gut gelungen.
Zum Thema Optik hat jedoch Nike den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen. Der „Lunar Epic“ ist „modern, urban und bietet mit seiner Schaftkonstruktion das Gefühl, in einem Socken zu laufen“, meint Alfred. 
Salomon wiederum wartet gleich mit einer ganz neuen Serie namens „S-Lab“ auf. Es handelt sich hierbei um die absoluten Top-Modelle aus dem Trailrunning-Bereich. Absolut sensationell ist auch das von New Balance bei der Entwicklung verwendete Material „Fresh Foam“ – ein Schaumstoffgemisch, dass jedem Läufer die bestmögliche Dämpfung und somit das größte Laufvergnügen garantiert!

Das Wichtigste: passen und gut anfühlen
Gleich welche Marke, welches Modell, ob Klassiker oder top-moderner Schuh mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen: „Das Wichtigste ist nach wie vor, dass jeder den für ihn optimalen Schuh trägt, um auch maximales Vergnügen beim Laufen verspüren zu können“ – so Alfred. Daher empfiehlt der Experte vor allem LaufanfängerInnen, aber auch erfahrenen JoggerInnen, mittels Laufanalyse beim Fachhändler das richtige Modell für sich selbst zu finden. Und wem das gelungen ist, der kann sich Jahrzehnte lang des beschwerdefreien Laufens erfreuen!

Donnerstag, 6. August 2015

Markenware vs. „Billigsdorfer“


Laufbekleidung

mein Lieblings-Laufoutfit
Ich bin ein kleiner Sparefroh und gebe gerade für Bekleidung ungern viel Geld aus. Bei Laufbekleidung bin ich der Meinung, dass jedoch die Funktionalität im Vordergrund stehen sollte. Das ist mir dann auch ein paar Euros mehr wert. So achte ich zum Beispiel beim Kauf darauf, aus welchem Material die Bekleidung ist und ob sie kleine Taschen hat, in denen der Wohnungsschlüssel oder Ipod verstaut werden können. Da mir sehr schnell sehr heiß wird – gerade bei diesen Temperaturen – muss das Material atmungsaktiv sein und locker sitzen. Außerdem betrachte ich immer die Nähte, da ich gerade bei längeren Läufen schon so manche wunde Stellen aufgrund von schlecht angebrachten Nähten bekommen habe.

Ob dann am Shirt Nike, Under Armour, Adidas oder irgendeine unbekannte Marke steht, ist für mich eher Nebensache. In meinem Kleiderschrank findet man daher sowohl Marken-Funktionskleidung als auch Günstiges von Hofer, Eduscho oder H&M. Zufrieden bin ich mit allem gleichermaßen und konnte keine drastischen Unterschiede zwischen Markenware und „Billigsdorfer“ feststellen. Solange die Verarbeitung gut ist, passt es für mich. Schönheitscontest muss man ja während des Laufens keinen gewinnen.

Das richtige Schuhwerk

Bei den Schuhen hört sich für mich das Sparefroh-Dasein allerdings auf. Geiz bei der Qualität der Schuhe geht nämlich wirklich zu Lasten der Gesundheit. Natürlich muss es auch hier nicht immer das Modell um knappe 200 Euro sein, aber wenn der zum jeweiligen Laufverhalten, Untergrund, Fußstellung, etc. passende Schuh ein bisschen teurer ausfällt, so ist das in jedem Fall gut investiertes Geld. 

Mein Fazit: Bei Shirts, Jacken und Hosen kann man problemlos zu No-Name-Sachen greifen. Das gesparte Geld kann man dann in bestmögliches Schuhwerk investieren.

Liebe Grüße
Babsi