Posts mit dem Label #yoga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label #yoga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 9. Oktober 2015

Laufen alleine reicht doch... Oder?

Das war meine Einstellung zu Trainingsbeginn. Aus heutiger Sicht hat sie mir wohl meine aktuellen Probleme bereitet und war der Grund, warum ich derzeit nicht laufen kann.


Ich habe nämlich zwei grobe Fehler gemacht:

1. habe ich meine Trainingsroutine unter- bzw. abgebrochen. Bevor ich mit dem gezielten Lauftraining begonnen habe, war ich 1x pro Woche beim Yoga und bin täglich 22 km mit dem Fahrrad in die Firma gefahren.
2. habe ich durch die Konzentration aufs Laufen plötzlich gar keine Ausgleichssportarten mehr betrieben. Ich habe zwar nach jedem Lauf brav gedehnt und ein paar Kraftübungen gemacht, aber es war wohl in Summe nicht genug.

Nein, laufen alleine reicht definitiv nicht!

Das kann ich euch inzwischen aus eigener schmerzlicher Erfahrung sagen. Laufen kann sehr wohl die Hauptsportart sein, die man betreibt, aber der Körper braucht auch einen Ausgleich. Und man muss bestimmte Körperregionen festigen, damit man eine gute Laufbasis hat.

Yoga und Pilates haben mir geholfen, elastisch zu bleiben und nebenbei auch die Rumpfmuskulatur zu stärken. Radfahren hat wiederum andere Muskeln an den Beinen gestärkt. Die Kombination von Yoga, Radfahren und Laufen hat bewirkt, dass ich trotz Übergewicht bei Trainingsbeginn vor eineinhalb Jahren bis vor kurzem keine Probleme gehabt habe.

Erst als ich damit aufgehört und an dieser Routine nicht mehr festgehalten habe, haben nach 3 Monaten meine derzeitigen Probleme begonnen.

Die Basis trainieren

Nachdem ich derzeit nicht Laufen kann, konzentriere ich mich wieder auf die Basis: Ich gehe 2x pro Woche zum Yoga-Training und fahre täglich mit dem Rad. Yoga in Kombination mit den Übungen vom Physiotherapeuten, helfen mir wieder, elastisch zu werden und auch die Rumpfmuskulatur zu stärken. Durch das Radfahren trainiere ich weiterhin meine Beinmuskulatur. Für mich selbst hat Radfahren momentan einen eher praktischen Zweck - es schmerzt im Gegensatz zum Gehen nicht...

Über den Winter werde ich mich auch noch in einem Fitnessstudio registrieren, um meinen Rumpfbereich gezielt mit Gewichtübungen zu stärken. Yoga und Fahrradfahren werde ich aber trotzdem nicht schleifen lassen - das habe ich schon fix beschlossen.

In diesem Sinn wünsche ich euch ein schönes Trainieren und natürlich Laufen!

Alles Liebe,
Marcus

Donnerstag, 17. September 2015

Mein langsamer Weg zurück

Da saß ich nun am Sonntag abend vor dem Fernseher und habe mir betrübt die Berichterstattung über den Wachau Marathon angesehen. Ich habe schon vorher von Babsi's super Leistung gehört und auch von anderen Freunden, die mitgelaufen sind. Ich habe mich für sie alle ehrlich gefreut! Aber als ich dann den Bericht gesehen habe, war ich niedergeschlagen, dass ich selbst nicht mitlaufen konnte...


Mein schleppender Weg zurück


Ich wünschte, ich könnte Euch berichten, dass es mir schon wieder besser geht, ich schmerzfrei gehen kann und möglicherweise beim erste bank vienna night run mitlaufen kann. Aber das kann ich leider nicht. Die Schmerzen sind zwar weniger geworden und ich kann manchmal auch schon wieder fast normal gehen. Aber dann mache ich eine falsche Bewegung, und hatsche den Rest des Tages wieder dahin. Mein Weg zurück wird noch länger dauern, fürchte ich...

Ich bin zwar in Behandlung, mein Iliosakralgelenk und auch die Lendenwirbel darüber wurden mehrmals wieder eingerenkt, aber die gesamte Muskulatur im Rücken, in der Hüfte und auch im Oberschenkel ist beleidigt und blockiert. Mein sitzender Beruf hilft in dieser Situation nicht wirklich.

Meine Therapie


In Absprache mit Arzt und Physiotherapeut habe ich dennoch ganz langsam und vorsichtig wieder mit Yoga und Radfahren begonnen. Yoga hilft, den Körper und den verletzten Bereich zu lockern und zu dehnen und dabei dennoch die Körperspannung aufrechtzuhalten. Wichtig ist, dass man Yoga nicht unter Schmerzen macht, sondern es ein wenig lockerer angeht. Ich habe der Yogalehrerin im Vorfeld die Situation erklärt und sie hat mir alternative Bewegungsabläufe und Positionen gezeigt.

Beim Radfahren wird einerseits das Bein und der gesamte linke Bereich gestreckt und die Muskulatur gelockert. Andererseits ist Gehen in meiner jetzigen Situation nicht förderlich und äußerst schmerzhaft. So ist derzeit das Rad das angenehmere Fortbewegungsmittel am Weg zur Arbeit, nach Hause und zu Terminen untertags.


Leider habe ich keine besseren Neuigkeiten für euch. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Alles Liebe,
Marcus

Abschließend möchte ich noch - obwohl ich die beiden verstorbenen Läufer nicht persönlich gekannt habe - ihren Familien und Freunden mein tiefstes Mitgefühl aussprechen.