Mittwoch, 30. März 2016

Keine 14 Tage mehr...



Jetzt geht es wirklich bald los. Wer einen Kalender zum Abreißen verwendet und sich den 10. April 2016 als „Tag X“ markiert hat, wird festgestellt haben, dass nur mehr wenige Blätter zum Abtrennen verblieben sind.
 
In den kommenden beiden Wochen wird sich bereits mitentscheiden, wie man beim großen Frühjahrshöhepunkt „Vienna City Marathon“ abschneiden wird. Zu viel kann sprichwörtlich tödlich sein, zu wenig ganz schön nerven. Damit du auf Schiene bleibst und der VCM 2016 für dich sportlich ein Highlight werden kann, haben wir hier die (fast) allerletzten Tipps.

Was wird jetzt noch trainiert?
Die letzte echte Belastung vor dem anstehenden Marathon sollte bereits im Trainingstagebuch stehen. In der Regel erfolgt der letzte lange Lauf oder die letzte wirklich sehr fordernde Belastung gut zwei Wochen vor dem Bewerb. Bei Österreichs Marathon-Hoffnung Valentin Pfeil standen beispielsweise 3x8km in „race-pace“ mit 1km etwas langsamer auf dem Programm. Ein Klassiker sind auch 4x7km oder 20km etwas ruhiger als Renntempo mit 5km etwas schneller.
Wie die Belastung auch immer bei dir ausgesehen hat – jetzt ist Schluss damit. Trainingsmäßig darfst du endlich einen Gang runterschalten und die Regeneration einsetzen lassen. Ruhigere und kürzere Dauerläufe sollten kompensatorischen Zweck haben – keinesfalls mehr. Denn eines gilt bestimmt: was bis jetzt nicht erarbeitet werden konnte (aus welchen Gründen auch immer), wirst du dir in den kommenden paar Tagen auch nicht mehr holen können! Also runter vom Gas und zur Ruhe kommen. Einzig am Wochenende unmittelbar vor dem Marathon darf es noch einmal schneller werden. Der Klassiker: ein 10km-Straßenlauf. Der darf dann auch ruhig richtig flott werden – die Belastung deutlich über Marathontempo setzt einen positiven Reiz und leert zudem noch mal ein paar Speicher, um deren Füllung wir uns dann in der Marathonwoche kümmern werden.

Stichwort Ernährung:
Das wohl heißeste Thema, das momentan in der Szene diskutiert wird. Um jetzt gar nicht zu sehr ins Detail zu gehen und sich mit Paleo, Low-Carb, Clean-Food oder sonstigen Trends auseinanderzusetzen, stellen wir einfach klar: 14-7 Tage vor dem am Marathon gibt es nur ein "richtig": iss, wie du immer isst. Ernähre dich also ganz einfach so, wie du es gewohnt bist. Vermeide große Ernährungs-Experimente und versuche dich trotz weniger werdender Kalenderblätter nicht verrückt machen zu lassen. Speicher-Entleerung und Füllung macht physiologisch erst in der Wettkampfwoche Sinn. Also kein Stress bitte!

Die Tücken deiner Strecke
Wenn nun das Training zurückgeschraubt wird und auch sonst eher Ruhe in den Trainingsalltag einkehrt, hat man Zeit für andere Dinge. Zum Beispiel, sich die kommende Wettkampfstrecke einmal genau anzusehen und etwaige Tücken zu analysieren. Hierbei reden wir keinesfalls von Wind, Hitze, Kälte oder sonstigen meteorologischen Begebenheiten – denn diese können wir trotz aller Vorhersagen ohnehin nicht ändern!

Also befassen wir uns mit der Strecke. Der VCM ist sicherlich nicht der schnellste Städtemarathon der Welt, aber auch nicht der langsamste. Vielmehr gilt es, sich die Strecke und ihr Profil zum Vorteil zu machen. Die flache Hauptallee eignet sich beispielsweise zu Beginn perfekt, sein Tempo auf die Sekunde genau zu treffen! Beim erneuten Belaufen von Wiens Laufstrecke Nummer eins ab Kilometer 29/30 hingegen darf sie auch mal zum „Rollen“ verwendet werden. Fehlende Kurven und kleine, den Rhythmus brechende, Anstiege wie sie später auf der Schüttelstraße zu finden sind, bieten perfekte Voraussetzungen, in den Flow zu kommen und Kilometer um Kilometer in der Wunschpace herunterzuspulen.


Generell solltest du immer im Hinterkopf haben, dass die erste Hälfte beim VCM meist die schnellere ist. Dies liegt jedoch weniger am Profil, als an falscher Renneinteilung. Viele lassen sich zu Beginn beispielsweise im Wiental und später die Mariahilferstraße (und in weiterer Folge im 9. Bezirk) bergab dazu verleiten, zu schnell zu starten. Das Kunststück, einen „negativen Split“ (= 2. Rennhälfte schneller als die erste) zu laufen, gelingt dir in erster Linie also dann, wenn du anfangs Ruhe bewahrst und am Ende zusetzen kannst. Und dass dies auch in Wien sehr wohl möglich ist, bewiesen in den vergangenen Jahren unter anderem die jeweiligen Damensiegerinnen in eindrucksvoller Manier!

Also, wie du siehst, ist quasi alles angerichtet und mit der nötigen Ruhe, wird der VCM 2016 sicherlich ein Erfolg!
Dein Running-Coach
Michael Buchleitner




Mittwoch, 23. März 2016

Zielzeitbänder bringen's!

Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis die Saison der Groß-Laufveranstaltungen losgeht. Am 3. April fällt beim Linz Marathon der Startschuss, eine Woche später starten an die 40.000 Läufer beim Vienna City Marathon. Alle haben sie Ziele - und jedes Ziel zählt. Der eine will den Marathon „einfach nur finishen“, die andere beim Halbmarathon die 1:40h-Marke endlich knacken. Wieder andere treten mit Freunden, Arbeitskollegen oder der Familie in diversen Staffelbewerben an.

Für alle gilt: Jetzt ist die heiße Phase! Jetzt entscheidet sich weitaus mehr, als in den Monaten zuvor bei der Grundlagenarbeit. Wer sich nicht langfristig und zielgerichtet vorbereitet hat, kann jetzt auch keine großen Sprünge mehr machen!

Die oberste Prämisse lautet daher: Geduld! Wer sich bislang gut vorbereitet hat, der braucht nun auch keine große Panik zu haben, dass die aufgebaute Form verschwinden wird. Ruhig und konzentriert weiterzuarbeiten, wird den entsprechenden Erfolg bringen. Wer jedoch bislang das eine oder andere Training ausgelassen hat, der sollte es vermeiden, jetzt in den letzten Wochen vor dem Frühjahrshöhepunkt noch Berge ausreißen zu wollen. Im Laufsport können versäumte Trainingsinhalte selten nachgeholt werden...

Mit Beginn der oben beschriebenen Phase (dem so genannten „Tapering“) darf man sich dafür endgültig ausgiebig mit seiner Zielzeit, der entsprechenden Pace und den daraus resultierenden Zwischenzeiten auseinandersetzen. Eine gute Hilfe dabei kann – gleich ob Marathon oder Halbmarathon – ein Zielzeitband sein. Auf diesem sind je nach Ausführung die Soll-Zeiten zur gewünschten Endzeit in regelmäßige Teilbereiche unterteilt.

Ein Beispiel: meine Halbmarathon-Traummarke liegt bei 1:24:20h, was exakt dem 4:00min Schnitt pro Kilometer entspricht.
Auf dem am Unterarm angebrachten Zielzeitband würden dann folgende Werte stehen:
1km 4:00min
2km 8:00min
5km 20:00min
10km 40:00min
15km 60:00min
20km 80:00min
21,1km 84:20min = 1:24:20h

Der Vorteil des Zielzeitbandes liegt sicherlich darin, beim Laufen ohne große Rechenanstrengung seine Pace und Durchgangszeiten kontrollieren zu können. Auch wenn in der heutigen Zeit kaum noch jemand ohne GPS-Uhr unterwegs ist, so kann diese aufgrund des immer schwankenden Signals abweichende Zwischenzeiten liefern. Dann also lieber die Stoppuhr-Funktion einschalten und am Handgelenk mit dem Zielzeitband kontrollieren.

Ein Nachteil des kleinen Bändchens kann natürlich sein, im  Rennen demotiviert oder nervös zu werden, wenn eine der geschriebenen Zielzeiten verpasst wird. Sollte der Fall eintreten, dass es im Rennen dann nicht geplant läuft (in beide Richtungen), spart man sich dann einfach den Blick auf das Handgelenk.

Wer im Übrigen glaubt, Zielzeitbänder sind nur was für „echte Freizeitläufer“, der irrt. Österreichs Rekordmann Günther Weidlinger beispielsweise schrieb sich stets seine geplanten Durchgangszeiten für die 5km-Abschnitte auf seinen linken Handrücken!
In diesem Sinne: macht euch nicht nervös, egal ob ihr Zielzeitbänder verwendet oder nicht und egal, ob euer Training wie geplant lief oder eben nicht. Freut euch viel lieber auf einzigartige Lauferlebnisse bei den größten Laufveranstaltungen des Landes!

Alles Liebe,
euer Running-Coach

Dienstag, 1. März 2016

Rasende Reporterin Tamara bei Laufen Hilft

Hallo, liebe Community!

Mein Name ist Tamara, komme ursprünglich aus Oberösterreich und wohne jetzt in Wien. Ich laufe seit etwa zwei Jahren sehr regelmäßig und seit ich in Wien wohne, laufe ich auch bei einigen Laufveranstaltungen mit.

Als Erste Bank Sparkasse Running eine „Rasende Reporterin“ für "Laufen Hilft" suchte, wusste ich, dass das genau das Richtige für mich ist. Ich habe mich beworben und siehe da - ich wurde ausgewählt.
Bei eisigem Wind habe ich dann am Freitag meine Startunterlagen abgeholt und gehofft, dass es am großen Tag doch etwas milder sein möge. Am Sonntag war ich dann etwa eine halbe Stunde vor dem Start vor Ort und sah mich noch um. Ein obligatorischer Toi-Toi-Besuch durfte natürlich auch nicht fehlen :-) Es waren bereits irrsinnig viele Läufer anwesend, die Stimmung war ausgezeichnet und alle waren hochmotiviert.

10 Minuten vor Start begab ich mich in die Starterzone, die sich schnell füllte. Ich hatte mich ein bisschen zu weit vorne eingereiht, aber ein Durchkommen nach weiter hinten war kaum möglich.
Dann fiel der Startschuss. Die Elite-Läufer durften starten, doch nur eine Minute später waren auch schon wir „Normalos“ dran.
Das Feld öffnete sich relativ rasch, wodurch ich mich schnell auf mein geplantes Tempo konzentrieren konnte. Die Strecke durch den Wiener Prater ist schön und schnell, aber leider - wie befürchtet - teilweise windig, wodurch es doch ziemlich frisch war. Die tolle Verpflegung und Musik trugen mich durch die anstrengenderen Abschnitte und somit war auch eines klar: auf den letzten zwei Kilometern muss ich Gas geben, dann könnte sich eine neue Bestzeit ausgehen.

Mit diesem Antrieb lief ich bei 56:40min durch das Ziel und erreichte, wenn auch knapp, überglücklich einen neuen, persönlichen Rekord auf 10 Kilometer.

Alles in allem ein wirklich gut organisierter Bewerb für einen guten Zweck, bei dem ich gern die „Rasende Reporterin“ war und auch gerne im nächsten Jahr wiederkomme.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Der Frühling kommt!


Der Winter 2015/16 war bis jetzt sicher nicht einer der härtesten Winter, vor allem was Eis und Schnee betrifft. 
Nach ein paar echten Wintertagen werden nicht nur die Tage wieder deutlich länger (was vor allem alle Berufstätigen sehr freut, da sich die Laufeinheiten im Dunkeln verabschieden!), sondern auch die Temperaturen motivieren wieder mehr, durch die Städte und über die Felder des Landes zu laufen. Und auch wenn am Kalender noch Februar steht – die ersten Blümchen kämpfen sich bereits durch den gefrorenen Boden und kündigen den Frühling an! Für LäuferInnen eine schöne Zeit!

Dennoch solltest du folgende drei große Themen immer im Hinterkopf behalten.

1. Ausrüstung:
Nach wie vor zählt: Beim Laufen lieber eine dünne Schicht zu viel als zu wenig anziehen. Dabei solltest du grundsätzlich die „Zwiebeltechnik“ (mehr Schichten, diese dafür dünner) einhalten. Fast noch wichtiger bleibt jedoch, sich nach dem Laufen rasch trocken zu legen und eventuelle Gymnastik- oder Kräftigungseinheiten in wärmere Innenräume zu verlegen. Gerade im Frühling kommen einem Temperaturen um die 15° Celsius bereits sehr warm vor – doch genau hier liegt die (Erkältungs-)Gefahr.
Und auch wenn man sie schon so vermisst hat, kurze Hose und freie Achillessehnen haben (noch) nichts verloren!






2. Laufwege:
Wer kennt es nicht? Mit den ersten paar Zentimetern Neuschnee rücken im innerstädtischen Bereich die Räumungsdienste aus und streuen Rollsplit, bis mehr Steine als Schnee zu sehen sind. Hier gilt ein wenig Vorsicht, denn im flotteren Laufschritt vermögen die kleinen Steinchen in Kurven einen rasch ins Schleudern zu bringen. Sei diesbezüglich also gerade am Ende deiner Einheit, wenn die Müdigkeit vielleicht schon überwiegt, besonders auf der Hut. Auch auf Feld- und Waldwegen gilt am Ende des Winters Vorsicht! Die Wege sind meist rutschig und nach dem Winter gleichen sie nicht mehr dem Vorjahr. Also lieber mal die erste Runde runter vom Gas – man kann ja ohnehin mehrere drehen!


3. Formaufbau:
Für die meisten unter euch finden in den Frühlingsmonaten die ersten Höhepunkte – beispielsweise der Vienna City Marathon – statt. Nun ist es wichtig, im Training Countenance zu bewahren! Die Grundlagenarbeit findet nun langsam ihr Ende. Jetzt geht es vor allem darum, die eigene Form kommen zu lassen, aufgrund der besser werdenden Bedingungen das Training nicht zu übertreiben und auf die eigene Vorbereitung zu vertrauen.
Gleichzeitig steigt auch das Angebot an Straßenläufen und es bieten sich schöne Möglichkeiten, den tristen Trainingsalltag des Winters mit einem kleinen Unterdistanzwettkampf aufzulockern – wobei Spaß und Freude am Laufen unter tollen Witterungsbedingungen im Vordergrund stehen sollten!

Selbst wenn noch einmal eine Woche mit Schnee und Minusgraden auf euch warten sollte... Freuen wir uns gemeinsam schon mal auf den Frühling, denn mit den drei Punkten im Hinterkopf, steht schönen Lauferlebnissen im Frühjahr 2016 (fast) nichts mehr im Wege!

Euer Running-Coach Michael Buchleiter

Montag, 11. Januar 2016

Einmal Frontrunner – Immer Runner!

Auch nachdem mein Frontrunner-Job bei Erste Bank Sparkasse Running getan war, blieb ich beim Laufsport. Auch wenn mich oft das eine oder andere Motivationstief plagt ... 

Der WACHAUmarathon 2014 war mein großer Tag X. Noch nie zuvor bin ich einen Halbmarathon gelaufen. Ich durfte mich dafür damals als Erste Bank Sparkasse Running Frontrunner von Vollprofi und Running-Coach Michael Buchleitner betreuen lassen und kam dadurch richtig in Schwung. Über meinen WACHAUmarathon selbst hab ich damals schon geschrieben und will den gar nicht mehr so groß wieder aufrollen. Kurzfassung: Ich war von meinem Ergebnis ein wenig enttäuscht, weil ich zu Beginn des Rennens viel Zeit liegen hab lassen… 



Wings for Life World Run
Ich möchte lieber erzählen, was seitdem geschah. Ich hab nämlich tatsächlich nicht aufgehört zu laufen. Habe die 10-Kilometer-Läufe für mich entdeckt und dort auch dann die nötigen Erfolgserlebnisse gesammelt. Mein Highlight des Laufjahres 2015 war der Wings for Life World Run. Dieses ganz spezielle Konzept erlaubt es jedem Teilnehmer ein Ergebnis nach Hause zu laufen. Man beginnt das Rennen mit Vorsprung gegenüber eines „Catcher-Cars“ – einem Auto mit Zeitnehmung an Bord, welches dann stetig seine Geschwindigkeit steigert und das Feld verfolgt. Wird man von ebendiesem Auto eingeholt, ist man mit seinem Rennen fertig. Das war wirklich toll und hat mich extrem angespornt – da kam ich auf über 19 Kilometer, obwohl ich mit meiner bis dato besten Pace eigentlich nur 17 schaffen hätte sollen… Ich lief damals in Zadar. Da der Lauf weltweit zur selben Zeit in etlichen Städten stattfindet, kann man das also auch ganz gut mit einem Kurzurlaub verbinden. Heuer lauf ich den ganz sicher wieder – und zwar in Wien.


15 bis 20 Kilo runter
Ich blieb also beim Laufen. Und ich habe – im Vergleich zu jener Zeit, bevor ich mit meinem Training für den WACHAUmarathon begonnen habe – 15 bis 20 Kilo abgenommen. „Bis“ deshalb, weil gerade die Weihnachtsfeiertage vorüber sind und das somit derzeit mit eher 15 Kilo zu beziffern wäre. Das zahlt sich schon aus. Es läuft sich auch unheimlich besser, wenn man weniger Gewicht mit sich schleppt. Der wirklich einzige negative Nebeneffekt ist, dass man eine Zeit lang relativ viel Geld für neue Kleidung ausgeben muss, da die alte einfach nicht mehr passt. 

Meine Laufmotivationshilfen
Ich laufe im Moment allerdings nicht sonderlich regelmäßig. Abends dann noch in die Kälte raus zu gehen, ist schon jedes Mal eine Überwindung. Was jedoch durch den Gewichtsverlust und die deutlich verbesserte Fitness und Ausdauer durch das Lauftraining noch viel mehr Spaß macht als eh schon zuvor, sind all die anderen Sportarten, die einem so Freude machen. Beim Tennis und beim Basketball geht mir die Luft mittlerweile gar nicht mehr, oder erst viel, viel später aus – hängt natürlich vom Gegner ab ;-) Und man sollte auch keinesfalls unterschätzen, wie gut eine Leberkäs-Semmel erst schmeckt, wenn man sie mit ruhigem Gewissen verputzt.
Was mir immer hilft, wenn ich Lauf-Motivations-Tiefs habe, ist, mich mit neuen Utensilien einzudecken. Neue Laufjacke, neue Socken, neue Lauf-Uhr… Klar, geht auch etwas ins Geld – tut aber viel länger und viel nachhaltiger gut als beispielsweise ein gutes Abendessen oder eine durchgefeierte Nacht (was ich übrigens beides keineswegs verteufle).

„Keep on running, Wolfi!“ sag‘ ich zu mir – und geh‘ mir wohl noch heute neue Schuhe besorgen. Mit Profil. Solche, mit denen es mich auch jetzt in den Schnee hinaus zieht.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Viele Kilometer später

Die letzten Stunden des Jahres sind angebrochen und es ist wie jedes Jahr Zeit für mich, die vergangenen Monate ein wenig Revue passieren zu lassen. So natürlich auch mein Dasein als Erste Bank Sparkasse Running-Frontrunnerin.

So intensiv wie heuer hab ich definitiv noch nie trainiert. Und so schnell wie heuer war ich auch noch nie! Ich bin wirklich begeistert davon, was man erreichen kann, wenn man wirklich dafür trainiert. Durch den Running-Coach weiß ich jetzt, worauf es beim Training wirklich ankommt und dank des Laktattests und des Trainingplans, kann ich meine Laufeinheiten genau auf mich abstimmen und mich weiterentwickeln.

dem ist nichts hinzuzufügen
Und darauf hab ich wirklich Lust! Wenn in den wenigen Monaten schon so viel möglich ist, was erwartet mich dann 2016, wenn ich weiter so brav trainiere? Mittlerweile bin ich schon für 4 Laufevents im nächsten Jahr angemeldet und freu mich schon drauf!

Noch zwei Dinge, die ich mitnehme:
1. Have fun! Egal wie die Leistung war. Wer es nicht genießt, sollte es lieber lassen. Natürlich ist Laufen auch anstrengend und bei Hitze oder schwierigen Bedingungen hin und wieder mal „a pain in the ass“, aber der Spaß sollte nie ganz verloren gehen.
2. Not sure if somebody is a runner? Don’t worry, they’ll tell you! Ich bin jetzt auch so. Meine Familie braucht starke Nerven kurz vor und nach einem Laufevent, weil jedes kleinste Detail besprochen wird. Harrharr.
#frisch is!




Jetzt heißt es für mich erst mal die Keksorgien der letzten Tage zu verarbeiten und ein paar Laufeinheiten nach Lust und Laune zu genießen. Dick eingemummt war ich da jetzt einige Male unterwegs. Fast immer in der kompletten Finsternis, weil frühmorgens oder abends, aber das ändert sich ja eh früh genug.




Es bleibt noch eins zu sagen: Danke.
Danke für die Möglichkeit, Frontrunnerin sein zu dürfen und so toll trainiert zu werden.
Danke für die großartige Unterstützung aller Beteiligten.
Danke auch den Leserinnen und Lesern für die Begleitung!

Viel Erfolg und Freude am Laufen in 2016!


Alles Liebe,
Babsi

Erste Bank Sparkasse Running - Behind the Scenes 2015

Ein weiteres Laufjahr liegt hinter uns - das verflixte 13. Jahr nach Gründung der Initiative... Es war ein erfolgreiches und wir erinnern uns gerne zurück: Über 220 Veranstaltungen in unserem Laufkalender, 4 begeisterte Frontrunner und eine Community mit bereits 8000 motivierten Fans! Fans, die alle ihre ganz persönlichen Ziele verfolgen und denen wir dabei helfen möchten, diese zu erreichen. Denn: Jedes Ziel zählt. 

 

Heute melden wir uns mal zu Wort. "Wir" - das ist das Team von Erste Bank Sparkasse Running. Denn wir wollen uns bedanken - bei euch! Für ein grandioses Laufjahr, tausende gelaufene Kilometer, witzige Postings und motivierte Gesichter. Danke auch für die vielen Bewerbungen als Frontrunner - sie haben uns gezeigt, wie entschlossen ihr fleißigen Läuferinnen und Läufer seid.


Respekt: Unsere Frontrunner
Bei wem wir uns außerdem bedanken wollen, das sind unsere Frontrunner. Sie haben sich durch alle Aufgaben von Running-Coach Michael Buchleitner gekämpft, die Zähne zusammengebissen und ihre Leistungen dadurch deutlich gesteigert. Von Jänner bis Juni stiegen Alexandra und Markus als Frontrunner in den "Ring". Ihr großes Ziel: der Halbmarathon beim VCM, den Markus erfolgreich finishen konnte. Frontrunnerin Alexandra musste leider frühzeitig aufhören, denn die Gesundheit geht da zweifellos vor. Macht nix: Next year - next try!

Seit Juli übernahmen Babsi und Marcus die Aufgabe mit dem großen Ziel, den Wachau-Halbmarathon unter 2h zu finishen. Besonders der heiße Sommer hat ihnen ordentlich zu schaffen gemacht, weswegen das Training umso schwerer fiel. Respekt, dass ihr das so durchgezogen habt, das war wirklich nicht einfach! Leider hat sich auch Marcus kurz vor dem Wettkampf eine Verletzung zugezogen und konnte beim WACHAUmarathon nicht antreten. Babsi verfehlte ihr Zeit-Ziel knapp, erreicht jedoch ihr bestes Laufergebnis. Nach diesem schwierigen Trainings-Sommer eine tolle Leistung!


Dank des Blogs unserer motivierten Frontrunner konntet ihr Einblick in ihr Leben nehmen, welches jeweils ein halbes Jahr lang mit Lauftrainings und -coachings ausgefüllt war. Auch für uns war es schön zu sehen, wie sie sich stetig steigern konnten und ihren Zielen mit großen Schritten näherkamen.

Eine erfolgreiche Laufsaison
Um der Wehmut freien Lauf zu lassen: wir erinnern uns gerne an das Laufjahr 2015! Neben über 220 kleineren und größeren Laufveranstaltungen in den Bundesländern waren unsere Highlights der Vienna City Marathon und der erste bank vienna night run. Beim erste bank vienna night run trafen sich heuer erstmals alle ehemaligen und aktuellen Frontrunner, was wirklich eine nette Zusammenkunft war. Läuferinnen und Läufer persönlich kennenzulernen, die man aus der virtuellen Welt kennt, war für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis.

Viele von euch waren sicherlich auch bei dem ein oder anderen Lauf dabei und können sich an all die tapferen WettkämpferInnen, starke Emotionen und jede Menge Spaß erinnern. Wahrscheinlich sind euch auch ein paar unserer Startersackerl untergekommen, die mit Goodies der Veranstalter gefüllt wurden. Nicht zuletzt sind wir ganz besonders auf den Nachwuchs stolz, der schon fleißig an unseren Kinderläufen teilnimmt.

Vielleicht hat die eine oder der andere auch bei der "Mission Mond - das Café Puls Laufduell" mitgemacht. Ziel war, Österreich zum Laufen zu bewegen, gemeinsam Kilometer zu sammeln und "zum Mond zu laufen". Runtastic, unser Technikpartner, hat 295.957 Kilometer von 10.867 TeilnehmerInnen aufgezeichnet - eine beachtliche Leistung.

2015 kamen außerdem knapp 1.000 neue Laufshirts von Erima in Umlauf, von denen sicher auch einige bis zu euch gekommen sind. Auf Facebook haben wir neben den Shirts regelmäßig Startplätze verlost - wir wollen ja schließlich, dass ihr fit bleibt und euch ein bisschen Motivation fürs Training mitgeben.

Worauf wir jedoch besonders stolz sind, seid ihr. Unsere Facebook-Community ist in diesem Jahr sehr beachtlich gewachsen: von 5.828 auf über 8.000 We like! Daher werden wir euch auch 2016 mit Blogeinträgen, Startplätzen, Lauftipps vom Running-Coach und ein paar Infos von hinter den Kulissen versorgen.

Wir hoffen, dass hinter euch ebenfalls ein aufregendes Laufjahr mit vielen lustigen, erfolgreichen und emotionalen Momenten liegt, dass ihr eure Ziele erreichen oder zumindest ein paar Schritte zum Ziel machen konntet, und dass ihr euch genauso wie wir motiviert ins neue Jahr stürzt. Ziele hat ein jeder. Nicht umsonst lautet unser Motto: Jedes Ziel zählt.

Euer Erste Bank Sparkasse Running Team